Für uns war die Venditalia in diesem Jahr weit mehr als nur eine einfache Fachveranstaltung: Sie bedeutete die Verwirklichung eines seit Langem gehegten Ziels. Obwohl wir in den vergangenen Jahren regelmäßig als Besucher an verschiedenen internationalen Fachmessen teilgenommen haben - sei es an der Vending-Messe in Paris oder an Fachveranstaltungen in Deutschland -, sind wir nun erstmals als Aussteller auf einer Veranstaltung dieser Größenordnung aufgetreten.
Diese Möglichkeit ergab sich teilweise auch durch eine Partnerschaft: Gemeinsam mit dem Team von goodID konnten wir als Co-Aussteller an der Messe teilnehmen. Diese gemeinsame Präsenz bot uns die ideale Gelegenheit, nicht mehr nur als Besucher in der Branche präsent zu sein, sondern aktiv zu zeigen, wer wir sind, wie wir denken und welche Lösungen wir den Akteuren im Vending-Sektor anbieten.
Die Venditalia ist ein äußerst professionelles Umfeld, in dem die gesamte Branche vertreten ist: Automatenhersteller, Entwickler von Bezahlsystemen sowie zahlreiche innovative Technologieunternehmen treffen hier aufeinander. In einem solchen Umfeld stellt sich besonders die Frage, wodurch sich ein Unternehmen tatsächlich abheben kann.
Für uns wurde schnell klar, dass wir nicht einfach nur Automaten präsentieren wollten. Im Vending-Geschäft bieten praktisch alle Anbieter Maschinen an, sodass dies allein keinen Wettbewerbsvorteil darstellt. Stattdessen konzentrierten wir uns darauf, komplexe, wertschöpfende Lösungen vorzustellen, die unseren Partnern echte geschäftliche und betriebliche Vorteile bieten.
Eine unserer am meisten beachteten Lösungen am Stand war unser universelles Master-Slave-System, das die Verbindung von Automaten verschiedener Hersteller ermöglicht. In der Praxis bedeutet dies, dass mehrere Maschinen mit einem einzigen Zahlungssystem und weiteren verbundenen Lösungen betrieben werden können. Das Ergebnis ist eine erhebliche Kostenreduktion: Es ist nicht notwendig, für jeden Automaten eine separate Zahlungseinheit zu installieren, was bereits bei der Investition deutliche Einsparungen ermöglicht und gleichzeitig die monatlichen Betriebskosten erheblich senkt.
Darüber hinaus spielen auch unsere generalüberholten Automaten eine wichtige Rolle. Wir wollten besonders zeigen, dass wir unsere Kunden schnell und aus einem großen Lagerbestand in verschiedenen Aufbereitungsstufen bedienen können. Ebenfalls großes Interesse weckte unser neues Maschinenkauf-Konzept, das die Inzahlungnahme gebrauchter Automaten ermöglicht. Laut dem Feedback der Besucher hat sich dieses Modell als besonders stark und attraktiv erwiesen.
Am gemeinsamen Stand präsentierten wir außerdem die innovative Altersverifizierungslösung unseres Partners goodID, die in Verbindung mit Zahlungssystemen eine automatisierte Altersprüfung ermöglicht. Obwohl in Ungarn derzeit noch nicht die notwendigen regulatorischen Voraussetzungen für eine breitere Anwendung bestehen, war das internationale Interesse äußerst positiv.
Wir achteten auch darauf, dass unser Stand nicht nur fachlich, sondern auch visuell im Gedächtnis bleibt. Dank RobotMarket.eu patrouillierte ein beweglicher Marketingroboter am Stand, spielte Videos ab und zog auf natürliche Weise die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Zusätzlich zeigten wir auf einem großen Bildschirm den Alltag unseres Unternehmens, unsere Projekte und Lösungen, während unsere Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich die Interessenten betreuten.
Als Aussteller auf der Venditalia präsent zu sein, war gleichzeitig eine inspirierende und äußerst intensive Erfahrung. Eine solche Veranstaltung bedeutet sowohl körperlich als auch mental eine große Belastung: lange Tage, kontinuierliche Gespräche, Networking und hohe Konzentration. Gleichzeitig macht genau das ihren Wert aus. Nicht nur die Begegnungen am Stand sind wichtig, sondern auch die Möglichkeit, als Aussteller die Messe selbst zu erkunden, neue Trends kennenzulernen, Inspiration zu sammeln und persönlich mit Partnern zusammenzutreffen, mit denen zuvor oft nur per E-Mail oder Telefon Kontakt bestand.
Die Rückmeldungen waren für uns besonders bestärkend. Mehrere Partner und Besucher fragten überrascht: „Warum haben wir uns bisher nicht getroffen?“ Wir sprachen unter anderem mit Betreibern aus Kroatien, der Slowakei, Serbien und Österreich und stellten in vielen Fällen fest, dass persönliche Präsenz einen enormen Unterschied für Bekanntheit und Vertrauen macht. Das war eine wichtige Erkenntnis für uns: Auch wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung gut ist, muss internationale Sichtbarkeit aktiv aufgebaut werden.
Die Messe brachte zudem zahlreiche neue Kontakte. Wir konnten Beziehungen zu Betreibern und Wiederverkäufern aus Ländern von Jordanien über Westafrika bis hin zur Ukraine aufbauen. Welche langfristigen Geschäftsergebnisse sich daraus entwickeln, lässt sich noch nicht sagen, aber die Grundlagen wurden auf jeden Fall gelegt.
Natürlich haben wir auch wertvolle Erfahrungen gesammelt. Eine Auslandsmesse in einer Entfernung von etwa 1000-1200 Kilometern stellt ganz andere logistische Herausforderungen dar als eine Veranstaltung im Inland. Sie erfordert eine deutlich präzisere Vorbereitung, da es keine Möglichkeit gibt, „mal eben etwas zu holen“. Obwohl insgesamt alles reibungslos verlief, wurde uns klar, dass wir beim nächsten Mal mit noch besserer Organisation, einem größeren Stand und noch mehr präsentierten Lösungen teilnehmen möchten.
Ob wir auf der nächsten Venditalia vertreten sein werden, lässt sich heute noch nicht sicher sagen. Viel hängt davon ab, wie sich der Markt in den kommenden zwei Jahren entwickelt. Eines ist jedoch sicher: Wir haben das Gefühl, auf dieser internationalen Bühne einen Platz zu haben, und die Rückmeldungen zeigen, dass es Nachfrage nach dem gibt, wofür wir stehen. Das gibt uns starke Motivation für die Zukunft.













